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Berlin - Nach drei Anläufen endlich konnten wir unsere Aufnahmeprüfung als Geheimagenten erfolgreich abschliessen. Der Cache “FSB Site IV” (GC16FB6) hat uns viele Nerven gekostet und alle Höhen und Tiefen einer typischen Cachesuche durchleben lassen. Aufmerksam wurden wir auf diesen Cache über das Profil des Owners “icheben”. Vor Jahren hatten von wir schon den tollen Cache “Erich’s Air Escape” (siehe Beitrag) von ihm gemacht und so lag es nahe in seinem Profil nach schönen neuen Herausforderungen zu suchen.

Annäherung an das ObjektSchon bei unserer ersten Annäherung an das Objekt liefen wir an Stage 1 einer Polizeistreife in die Hände. die die Undurchlässigkeit des Zaunes kontrollierten und uns mit bohrenden Fragen traktierte. Als sie endlich von uns abliessen waren wir uns mehr als unsicher, ob wir das Gelände betreten sollten. Ein Anruf beim Owner, mit seinen Hinweisen auf einen polnischen Wachdienst, war da nicht gerade förderlich für die Motivation. Gerade als wir uns ein Alternativprogramm ausgedacht hatten und zum Auto zurückkehren wollten, stolzierte eine Familie mit Kindern unberührt innen am Zaun entlang. Kurz zuvor war dieselbe Familie vor dem Zaun an uns vorbeigeschlendert. “Was die können, dass können wir doch auch” dachten wir und suchten den Einstieg.

Einmal auf dem Gelände bemühten wir uns uns möglichst unauffällig und geräuschlos zu bewegen. Dies war allerdings aufgrund der vielen Glasscherben und Blechteile auf dem Boden kaum möglich. Am ersten Sicherheitscheck war der Hinweis bald gefunden und so ging es zügig zur nächsten Station. In luftiger Höhe wollte sich der nächste Hinweis nicht zeigen. Erst als wir in unserer höchsten Not wieder das Telefon gezückt hatten und einen Jocker ziehen wollten, materialisierte sich der Papierstreifen in letzter Minute.

Die falsche AktenvernichtungDer nachfolgende Hinweis war aus unserer Sicht mehrdeutig. Nur der Zufall hatte dafür gesorgt, dass wir zuvor ein Zeichen gesehen und gemerkt hatten, welches uns jetzt auf die richtige Spur setzte. Wortgetreu untersuchten wir das Objekt und konnten den Hinweis finden. Zum ersten Mal mussten wir Teile unserer mitgeschleppten Spezialausrüstung einsetzen.

Die neuen Angaben führten uns nun wirklich in die Irre. Zwar genossen wir die Suche und das Amiente, fündig aber wurden wir an der von uns vermuteten Stelle nicht. Erst ein Anruf bei einem der Vorfinder machte deutlich, dass auch wir “falsch” gezählt hatten. Der Zugang zur richtigen Etage war uns zunächst verwehrt, mit Multiwerkzeug und beherztem Körpereinsatz konnten wir aber schließlich verklemmte Teile gefügig machen. Sofort strömten ungebetene Gäste nach, denn inzwischen hatte sich das Areal mit allerlei Volk angefüllt. Trotz allen Einsatzes blieb uns auch hier der Hinweis verborgen. Wieder brauchten wir einen telefonischen Impuls. Danach wussten wir zwar wo wir suchen sollten, aus Sicherheitsgründen aber war ein Suchen unmöglich. Kinder und Hunde tollten inzwischen um uns herum, Jugendlich hatten sich für eine musikalische Session dauerhaft niedergelassen. Der erste frustrierte Abbruch nach über 6 Stunden….

Blick über BerlinWochen später waren wir wieder in Berlin und so mußten wir uns der Altlast erneut stellen. Diemal ging es früh morgens mit weniger zögern auf das Gelände und zielstrebig zum vermuteten Versteck des Hinweises. Mit wenigen Handgriffen war der Hinweis offengelegt und wir konnten uns der nächsten Station zuwenden. Die Suche nach dem richtigen Raum wurde zum Albtraum. Das Zielgebäude haben wir mehrmals vom Keller bis zum Dach erfolglos abgesucht und nichts gefunden. Schliesslich rannte uns erneut die Zeit davon, denn am gleichen Tag mußten wir noch die 450km nach Hessen zurückkehren. Der zweite frustrierte Abbruch nach weiteren 4 Stunden….

Erst im dritten Anlauf schließlich konnte der berüchtigte Raum in den endlosen Weiten des Gebäudes gefunden werden. Über das Internet (CCC) hatten wir uns zuvor ein genaues Bild gemacht, was die Suche erleichterte. Rückblickend müssen wir eingestehen, dass wir hier einfach nur blind gewesen waren. Kaum zu glauben, den Raum hatten wir zuvor mehrfach ohne Ergebnis gesichtet. Egal, mit dem Hinweis ging es weiter.

Auf der SucheDie neue nächste Station ist ganz nett gemacht und gab der Schlepperei der Spezialausrüstung wieder einen Sinn. Endlich hatten wir die Koordinaten des Finals. Hype! Am Nullpunkt dieser Koordinaten allerdings trat schnell wieder Ernüchterung ein. Egal auf welcher Etage, es war nichts zu finden. Zwischen Ehrgeiz und Aufgabe zogen wir ein letztes Mal den Telefonjoker und bekamen einen Hinweis auf ein Objekt, welches deutlich von unseren Koordinaten abwich. Von alleine hätten wir diese Stelle wohl nie gefunden. Selbst an der nun vermuteten Stelle des Finals konnten wir keine der sonst verwendeten eindeutigen Markierungen finden. Bis zum letzten Augenblick waren wir uns unsicher, ob wir auf der richtigen Spur waren. Lediglich das Versteck selbst ist so aussergewöhnlich, dass es einem solchen Finals würdig ist.

Nach endlosen Minuten der verzweifelten Suche endlich die Belohnung: Der Final. Erleichterung, Frust, Freude und Verärgerung machten sich beim Loggen breit. Die Stationen sind gut gemacht, die Lokation ist klasse. Nur die Hinweise sind vielfach mißverständlich und aus unserer Sicht sogar teilweise falsch. Dadurch überscheitet man häufig die Frustrationsgrenze beim Suchen und verliert fast die Lust den Cache zu beenden. Im Rudel ist das sicherlich ein Stück entspannter und einfacher. Für Einzelkämpfer und Cacher mit limitierter Zeit ist das kaum (nicht) zu machen. Dennoch möchten wir dem Owner danken für die vielen Stunden und Erlebnisse auf dem spannenden Gelände! Wir haben wieder viel über uns selbst gelernt….;-))

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GC77Berlin - Auf unserer Tour durch Canada vor einigen Jahren haben wir zufällig einen wunderschönen Wandercache gemacht der dreistellig war. Lange war dies unser ältester Cache. Irgendwann stolperten wir über den Cache “First Germany” (GC77) und siehe da, der war noch älter. An diesem Wochenende waren wir wieder in Berlin und tourten durch die Umgebung als wir dem Cache verdächtig nahe kamen. Diese Gelegenheit konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und besuchten die Kultstätte. Die Stelle und das Versteck sind recht unspektakulär, nur die grossen Mücken sorgten für einige Aufregung. Der Behälter quillt vor lauter Logbüchern aus allen Nähten. Es war ganz nett durch die jahrealten Einträge zu stöbern. Ein bisschen Nostalgie kam auf. Alle Achtung für den Owner, der den Cache über 10 Jahre gewartet hat! Als nächstes müssen wir wohl nach Belgien, um den noch älteren Cache GC40 zu finden. Einen schönen Überblick über die 100 ältesten Caches findet ihr hier.

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Buchanan CastleEine Entdeckung, die wir an einem der letzten Tage unserer Schotland-Rundreise gemacht haben: Ein verwunschenes Märchenschloss wie aus Dornröschen (GC1AZ18). Leider ist das Gebäude eingezäunt und liegt inmitten einer Neubausiedung. Überraschenderweise halten sich die ortsansässigen Cacher wohl an die Verbotsschilder, denn an dem Schloss liegt nur ein recht unspektakulärer Tradi. In Deutschland hätten gewisse Cacher da schon die ideale Location für einen spannenden 5/5er gesehen…

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Burgen, Schlösser, Kathedralen…Fast 2 Wochen hatten wir Zeit, um uns von Edinburgh über die nördlichen Highlands, dann an der Westküste wieder zurück bis nach Glasgow die Schönheiten und Merkwürdigkeiten Schottlands zu entdecken. Stilgerecht hatten wir einen Landrover gemietet, der uns zwar mit wenig Komfort, aber dafür mit gelber Randale-Leuchte verlässlich überall hinbrachte. Haggies, Mash & Neep mussten wir natürlich gleich am Anfang probieren - und es hat uns überraschend gut geschmeckt. Überhaupt ist die schottische Küche nach unserer Erfahrung erstklassig und jedenfalls wesentlich besser als ihre englische Nachbarin. Sogar frittierter Mars-Riegel stellte sich nach anfänglichem Zögern als absolute Köstlichkeit heraus.
Querfeldein mit dem DefenderAm Wegensrand konnte man - neben unzähligen Schafen - auch den einen oder anderen Cache finden. Das Highlight dieses Urlaubs war jedoch ein kleiner, etwas beschwerlicher Abstieg zu Puffin cove, eine ausgeschwemmte, versteckte Bucht an der Küste, in der niedliche kleine Papageientaucher brüteten. Da die Dose abgesoffen war, mussten wir auf “Strandgut” loggen.
Rund um Loch Ness suchten wir leider vergeblich nach Nessie, ein Plagiat reicht im Notfall jedoch auch für den entsprechenden Earthcache aus.
Mystische Hügelgräber und SteinkreiseStaunend fuhren wir von Schloss zu Schloss, von Burgruine zu Klosterruine und - natürlich - von Schaf zu Schaf. Wir bewunderten die schottischen Staatsinsignien, unterirdische Straßenzüge aus dem Mittelalter und die verschiedensten bescheidenen Anwesen von Mary Queen of Scots. Gegen Ende unserer Rundreise konnten wir sogar noch die Steinkreise und Hügelgräber der schottische Ururahnen bewundern. Am Ende musten wir jedoch feststellen, dass wir das wirkliche Schottland eigentlich nicht erlebt haben: Schließlich scheinte während unserer gesamten Reise täglich die Sonne und außer 2 h Niesel blieb uns das echte Schottland leider verborgen.

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